Die wenigsten Menschen
haben heutzutage eine sinnreichende philosophisch orientierende Sichtweise,
die von überkommenen Mythen und den daraus bestehenden, höchst inhumanen
und zum Teil sogar menschenverachtenden Verhaltensregeln in einer immer enger
werdenden Welt Abstand nimmt. PHILOREAL
soll dazu anregen, letztlich eine hinsichtlich ethisch fairen sowie ausgewogenen
und vernünftigen Verhaltens verwertbare und zur Aufklärungsbereitschaft
aufrufende Weltsicht zu bilden, die zu bestehendem Wissen nicht im Widerspruch
steht.
Die Philosophie ist heutzutage
eine beinahe nur noch universitär gepflegte Disziplin. Sie ist
vom Alltag des Otto-Normalmenschen weit entfernt und beschäftigt sich
vornehmlich nur mit der Pflege und Verwaltung dieses Wissens. Schlimmer noch:
Die Wenigsten können die Interpretationskonstrukte der Analysen, was
die altvordern Philosophen geschrieben haben, mit ihren abstrakten und hintersinnigen
Formulierungen verstehen, geschweige denn nachvollziehen. Für das eigene
Leben ist das nicht mehr verwertbar. Das soll kein Affront sein oder gar zur
Aufgabe dieser Aktivitäten auffordern, sondern soll nur die Lücke
aufzeigen. Nicht umsonst entstehen zunehmend Philosophische Praxen, die versuchen
genau diese Lücke zu schließen.
Die Thesen von PHILOREAL
bilden keine Alternative zu bestehendem Wissen, sondern stellen erweiterte
und allgemein gültigere Denkansätze auf! Alles verfügbare Wissen
aus allen Bereichen unserer Erkenntnisprozesse sind »in ihrem Definitionsbereich«(!)
erst einmal völlig unabhängig als Richtig unterstellt. PHILOREAL
zeigt die Grundlage auf eine ganzheitliche (holistische) Weltsicht, wie sie
eigentlich aus guten Gründen aus der Geschichte der Philosophie immer
wieder eingefordert wurden um alles bestehende Wissen einordnen zu können.
Das Ziel ist hierbei die bestehende interdisziplinären Isolationen auf
der Grundlage einer universal gültigen systemtheoretischen Grundlage
aufzuheben.
Aufklärung um grundlegende
Zusammenhänge allen Seins und die Bereitschaft dazu tun Not in einer
Zeit zunehmender egozentrischer, weltanschaulicher und religionsdogmatischer
Einfalt und Borniertheit. Der öffentlich geäußerte
sog. »Kampf der Kulturen oder Religionen« ist letztlich der Ausdruck
dieser extrem inhumanen Entwicklung, die unser aller Existenzwahrscheinlichkeit
zunehmend gefährdet. Dem auf institutionalisierten Religionen basierende
Glaube an dogmatisierte Mythen und heiligen (unantastbaren) Lehrsätzen
muss eine humanere und lebenswürdigere Alternative entgegengestellt werden.
Bestehendes und allgemein anerkanntes Wissen um die Dinge darf nicht mehr
auf Widersprüche zur jeweiligen Glaubenseinstellung hinauslaufen. Aufklärung
und die darauf begründende Rationalität sind die einzig vernünftige
Alternative um diese Verkrampfung der Menschheit aufzulockern. Beliebigkeit
oder Fundamentalismus ist keine zukunftsfähige Basis für unsere
Existenz. Wer Wissenschaft, Philosophie und Kunst besitzt braucht keine (institutionalisierte!)
Religion und somit keinen Glauben(-sgehorsam) an vermeintlich Übernatürliches!
Damit aber kann trotzdem und gerade jeder seine eigene persönliche Religiosität
(im Unterschied zu Religion) frei ausleben. PHILOREAL
zeigt auch hier die grundsätzlich sinnreichende, säkulare und damit
ethische Möglichkeit einer vernunftbasierenden Weltsicht fairen Denkens
und Verhaltens, die damit der eigenen Existenz nutzt. Glauben heißt
Nicht-Wissen, oder stärker: Wissen um die Dinge macht Glauben unnötig,
überflüssig!
Heute bestehendes Wissen
kann morgen schon veraltet oder verändert sein. Wissen ist für
und innerhalb einer bestimmten Weltsicht oder Einstellung niemals falsch,
sondern höchstens zu spezifisch abgestimmt und somit unvollständig
im Sinne einer allgemeingültigen Übertragbarkeit. Erst der Versuch
des Übertragens auf Andere oder Anderes führt zu den typischen Widerspruchsmomenten
mit all den im Extremen inhumanen Zuständen. Wissen stellt unter Prinzip
niemals finale oder gar heilige Antworten auf die Dinge dar. Es ist immer
das Ergebnis aus dem unablässig andauernden dynamischen »Prozess
zu Erkenntnis« und unterliegt damit, wie alles andere auch, dem systemischen
Prinzip der Evolution, also das Prinzip von Anpassung (Wandel) oder Auslese.
PHILOREAL demaskiert hier
die grundsätzlich veraltete Einschätzung von uns Menschen, was Wissen
und was Erkenntnis überhaupt ist und wie das wirkt.
Jede Weltsicht, die bestimmtes
Wissen als dogmatische Wahrheit festzuschreiben versucht, verhält sich,
das Denken verbietend, grundsätzlich inhuman und lebensfeindlich.
Mündigkeit und die Konditionierung auf zukünftige Gefahren und Lebensumstände
werden dadurch aktiv unterbunden (z.B: Papst und Kondom in einer Zeit des
AIDS). Mehr noch: Diese, gerade in den institutionalisierten monotheistischen
Religionen, begründete Weltsichtsverhalten, die eigene(!) von Dogmen
durchzogene und egozentrisch wahrgenommene Wirklichkeit als eine Universalrealität
zu werten, stellt automatisch eine unethische (unfaire) Geringschätzung
Andersdenkender dar. Das typische Werten, diese eigene (Universal-)Realität
als realer zu empfinden und einzuschätzen als die des Anderen, ist der
wahre Ursprung aller Konflikte. PHILOREAL
zeigt auf, dass es keinen rationalen Grund gibt eine bestimmte Realitätssicht
gegenüber einer anderen aufwiegen zu müssen. Jede in einem beliebigen
System (ob physikalisch oder denkendes Bewusstsein) begründete innere
Realität ist genau die Realität, die dieses System ausmacht und
insofern ist ein wertender Vergleich grundsätzlich nicht sinnreichend.
Es gibt keine Universalrealität, sondern nur systemisch differenzierbare
Realitäten, die miteinander kommunizieren!
Das weltweit übliche,
auch und gerade das politische, Denken in Moralkategorien ist ein grundlegendes
Übel. Nicht das machtbasierende und egozentrisch völlig
willkürliche, moralische Einteilen in Gut und Böse, sondern das
begründbar ethische Denken in Fairness, Toleranz und Respekt zu Andersdenkenden
bildet die bessere und humanere Grundlage zu Dialog, Verständnis und
unser aller Existenzwahrscheinlichkeit zur Reduzierung von Gewalt und Leid.
PHILOREAL demaskiert den
Unterschied und die negativen Auswirkungen moralisierenden Denkens und begründet
die Ethik auf einem von kulturindividuell konditionierter Sprache unabhängigen
Modell. Dieses Prinzip begründet ein objektiveres Wertesystem zur Maximierung
von gelingender Existenzwahrscheinlichkeit.
Also: Eine für alle
verwertbare Realitätsphilosophie muss her! Eine Philosophie,
die sich wieder auf die unmittelbaren, bis heute unbeantworteten und nach
wie vor aktuellen, platonischen Fragen an die Realität(en) rückbesinnt.
Eine für alle verwertbare und orientierende Philosophie, die sich, beginnend
bei Platon bis heute, um ein für alle verständliches Interpretationsgerüst
der auf die Menschen einströmenden Eigenarten der Welt kümmert ohne
die rationalen (Natur-)Wissenschaften außen vor zu lassen. Nur das sind
die Faktoren die unzweifelhaft die Basis des Weltbestehens und -verstehens
bilden. PHILOREAL soll die
Synthese zwischen konkreter Wissenschaft und philosophisch orientierendem
Realitätssinn aufzeigen. Das freie Denken im Dreigespann von rationaler
Wissenschaft, orientierender Philosophie und kreativer Kunst gegenüber
dem blinden Glaubensgehorsam, der das Denken und vor allem das Nichtzudenkenhabende
sowie das Verhalten vorschreibt ohne auf die natürlichen Bedürfnisse
des Lebens und des Menschseins Rücksicht zu nehmen, ist die bessere und
lebenswürdigere, eben humanere Alternative.